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Arbeitsgruppe EnvALP / Umweltindikatoren

1) Zweck der AG EnvALP - Umweltindikatoren
Die Arbeitsgruppe EnvALP ('Environmental Indicators and the Impacts of Traffic Management Systems and other Measures on the ALPine Environment') wurde auf Basis des Ministermandats "Schlussfolgerungen von Leipzig 2012" initiiert und arbeitet unter Schweizer Vorsitz. Schwerpunkt soll eine Aufarbeitung des derzeitigen Wissenstandes zur Umweltbelastung durch den Güterverkehr im Alpenraum sowie die Wirkungsanalyse verschiedener Maßnahmen im Alpenraum in Bezug auf die Umweltwirkung sein. Abschliessend sollte eine Liste von Maßnahmen und Instrumenten vorgeschlagen werden.

2) Konkrete Aufgaben 
Im Ministermandat "Schlussfolgerungen von Leipzig 2012" wurde die Einsetzung einer neuen technischen Arbeitsgruppe beschlossen, die mit folgenden Aufgaben betraut wurde: 

  • eine grundlegende Analyse vorhandener Arbeiten auf diesem Gebiet durchzuführen;
  • die einschlägigen Arbeiten im Rahmen der Alpenkonvention zu berücksichtigen,
  • mögliche Auswirkungen auf und Anforderungen in den Alpenregionen zu prüfen;
  • in einem späteren Schritt eine Liste mit geeigneten Maßnahmen zu evaluieren.

3) Stand der laufenden Arbeiten
Die Arbeitsgruppe hat im Dezember 2012 ihre Arbeit aufgenommen und seither mehrere Treffen abgehalten. Es wurden am Kick-off Workshop drei inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

  • Aufarbeitung der vorhandenen Umweltinformationen im Alpenraum in Form eines Syntheseberichts;
  • Darstellung der verkehrsrelevanten Umweltgesetzgebung in den Ländern des Zürich Prozesses.
  • Wirkungsanalyse (Impact Assessment) verschiedener Maßnahmen und Instrumente (u.a. auch Schwerverkehrsmanagement-Instrumente) im Hinblick auf die Umweltbelastung;

Zum Ministertreffen in Leipzig wurden zwei Berichte zur Information auf Basis der Inputs der Arbeitsgruppenmitglieder sowie nationaler Experten der Umweltschutzbehörden und –ministerien erstellt. Beiträge der Beobachter der Alpenkonvention sowie des Forschungsprojekts iMONITRAF! sowie der Europäischen Kommission wurden ebenfalls aufgenommen.

Synthesebericht zu existierenden Umweltmonitoring-Systemen im Alpenraum
Dieser enthält folgende Elemente:

  • Übersicht zu länderspezifischen und internationalen Monitoringsystemen und aktuellen Forschungsarbeiten in diesem Bereich;
  • Darstellung der Aktivitäten im Rahmen der Alpenkonvention;
  • aktuelle Daten zur Luft- und Lärmbelastung im Alpenraum in Form von Karten und Grafiken.

Der Bericht zeigt, in welchen Gebieten heute Grenzwertüberschreitungen für Luftschadstoffe auftreten. Außerdem sind - teils noch lückenhafte - Informationen zur Zahl lärmbetroffener Einwohner entlang von Verkehrsinfrastrukturen verfügbar.

Download:
>> Synthesebericht zu existierenden Umweltmonitoring-Systemen im Alpenraum (englisch)

Übersichtsbericht zur verkehrsrelevanten Umweltgesetzgebung
Wichtigste Inhalte dieses Berichts sind die nationalen und gemeinschaftlichen Rechtsgrundlagen zu Luftschadstoffen, CO2 und Lärm, ergänzt durch eine vergleichende Darstellung von Emissions- und Immissionsgrenzwerten für Luftschadstoffe, Treibhausgasen (CO2) sowie Lärm.
Der Bericht zeigt auf, dass die Gesetzgebung in den EU Mitgliedsstaaten weitgehend übereinstimmen und sich an den entsprechenden EU-Richtlinien orientieren. Dies betrifft insbesondere Luftschadstoffe und Treibhausgase. Abweichungen treten vor allem zur Schweiz und Liechtenstein auf, die im Bereich der wichtigsten verkehrsrelevanten Luftschadstoffe (NO2 und PM10) tiefere Immissionsgrenzwerte haben. Die Regelungen im Rahmen der Lärmschutzgesetzgebung sind wesentlich heterogener, nicht zuletzt deshalb, weil die entsprechenden EU-Richtlinien keine konkreten Grenzwerte beinhalten. Daher zeigen sich in den verschiedenen Ländern erhebliche Abweichungen.

Download:
>> Übersichtsbericht zur verkehrsrelevanten Umweltgesetzgebung (englisch)

4) Ausblick zu weiterem Vorgehen
Mit Abschluss dieser beiden Syntheseberichte stehen nun ausreichende Grundlagen für die weiteren Arbeiten der Arbeitsgruppe bereit. Diese umfassen vor allem die Wirkungsanalyse ('Impact assessment') verschiedener Massnahmen und Instrumente im Hinblick auf deren potenziellen Beitrag zur Reduktion der Umweltbelastung im Alpenraum.

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