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Entwicklung der Zusammenarbeit bei der Datenerhebung

Seit den 1970er Jahren wurden in Frankreich, der Schweiz und Österreich Umfragen zum Thema Straßenverkehr durchgeführt. Das Kernelement dieser Erhebungen ist eine auf Stichproben beruhende Befragung von LKW-Lenkern.

In der Schweiz wurden beginnend mit der Eröffnung des Gotthart-Straßentunnels 1980 systematisch Daten über den alpenquerenden Verkehr auf Straße und Schiene erfasst. Informationen über den Straßenverkehr wurden anhand von Roadside-Interviews (Straßenbefragungen) erhoben.

In Österreich wurden zu dieser Zeit Straßenbefragungen auf allen Hauptstrecken, und nicht nur auf die Alpenübergänge konzentriert, durchgeführt.

In Frankreich werden seit längerem Straßenbefragungen nur in Zusammenhang mit konkreten Infrastrukturprojekten durchgeführt, wobei nicht speziell auf die Übereinstimmung der verschiedenen Datengruppen geachtet wurde. Zwischen Juli 1992 und Juni 1993 erfolgte die erste landesweite Erhebung mittels Straßenbefragungen über den Güterverkehr mit dem hauptsächlichen Ziel, den Wissensstand über den durch Frankreich geführten Transitverkehr zu erhöhen. Als Standorte, an denen diese Verkehrsströme konzentriert auftreten, wurden die Alpen- und Pyrenäen-Übergänge gewählt.

1994 initiierte die Schweiz eine Kooperation der drei Alpenländer im Bereich der Datenerhebung. In dieser Phase wurden bestehende nationale Datenquellen aneinander angeglichen und in einer gemeinsamen Datenbank zusammengeführt, während die nationalen Erhebungen als solche unabhängig voneinander durchgeführt wurden: In Österreich und in der Schweiz fanden 1994 ähnliche Erhebungen statt. In Frankreich wurde die nationale Transit-Erhebung 1992/93 herangezogen, da es nicht möglich war, die Erhebung binnen kurzer Zeit zu wiederholen, und wurden die Interview-Ergebnisse auf Grundlage des Verkehrs von 1994 hochgerechnet.

Die Zusammenführung der verschiedenen Datenquellen wurde 1994 im Auftrag des schweizerischen „Dienst für Gesamtverkehrsfragen” durchgeführt.

Im Jahr 1999 wurde erstmals von jedem der drei Alpenländer eine harmonisierte Erhebung durchgeführt. Die Harmonisierung betraf:

  • die allgemeine Methode der Erhebung und Stichprobenziehung mit der Zielsetzung, repräsentative Zahlen für das gesamte Jahr zu erhalten,
  • die Fragen und Kategorien möglicher Antworten und
  • den Austausch von Daten in einem harmonisierten Format.

Grundsätzlich war es möglich, die verschiedenen Datengruppen einfach in einer gemeinsamen Datengruppe über den Alpenverkehr zusammenzufassen.

Diese Daten stellten sich bald als eine wichtige Datenquelle zum alpenquerenden Verkehr dar. Die Daten wurden in einigen Projekten, wie z.B. EU-Förderprojekten, verwendet, und der nunmehr gebräuchliche „Markenname“ CAFT wurde eingeführt.

Der letzte Entwicklungsschritt der CAFT-Umfrage erfolgte auf Basis des Züricher Prozesses. Die Erhebung wurde im Jahr 2004 wieder von Frankreich, der Schweiz und Österreich durchgeführt. Doch die Datenerfassung und die Berechnungen waren der Arbeitsgruppe Mobilität im Alpenraum unter dem Vorsitz Italiens übertragen worden. Die Zählungen, auf denen die Hochrechnung der CAFT-Umfragen basiert, sowie die globalen Ergebnisse wurden mit italienischen Statistiken abgeglichen. Dadurch sind die CAFT-Daten als gemeinsame Datenbank für alle Alpenländer anzusehen. Die Ergebnisse der CAFT-Umfrage wurden bei dem Verkehrsministertreffen des Züricher Prozesses unter französischem Vorsitz in Lyon präsentiert.


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